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50 Menschen zwischen 6 und 66 aus unserer Pfarreiengemeinschaft und darüber hinaus ließen sich zum allerersten Gottesdienst des Jahres im Steinthal locken. Bei guter Stimmung und bestem Sommerabendwetter kamen Lied- und Textauswahl auch jung gebliebenen "Alt-Jugendlichen" entgegen.

Das neu formierte Team um Pastoralassistent Christian Storath (Magdalena Brendan, Chantal-Sophie Genzler, Sophia Hose und Philipp May) wurde von einer kleinen, aber feinen Band unterstützt (Malte Schilling am Cajón, Pfarrer Thomas Eschenbacher an der Gitarre und Diakon Manfred Müller, Gesang).

Der einem Lied entlehnte Titel des Gottesdienstes "Unterwegs in eine neue Zeit" spielte mit dem Gedanken, dass durch die Lockerungen der Corona-Krise Vieles wieder neu anfängt. Für alle neuen Wege baten die Teilnehmenden um Gottes Schutz und Begleitung mit Gebeten, Bibeltexten und mitreißenden "neuen geistlichen Liedern" wie "Weite Räume meinen Füßen", "Wagt euch zu den Ufern" oder "Ein Funke aus Stein geschlagen".

Kontakt Jugendgottesdienst-Team 
Pastoralassistent Christian Storath
Telefon 09732 2018
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MEHR zu unseren Jugendgottesdiensten und Rückblick auf vergangene Jugendgottesdienste "Go(o)dTIme" >

 

Dom Bernardo Bahlmann, Bischof von Óbidos (Partnerbistum von Würzburg, in dem auch unsere brasilianische Partnergemeinde Juruti Velho liegt), schreibt über die "Corona-Lage":

Die Situation verschlechtert sich gerade hier bei uns zunehmend. Die Munizipien (Landkreise) haben alle mit dem Virus zu kämpfen. Bei den Indios im Norden der Diözese Óbidos (ca. 500 km von der Stadt entfernt) sind schon um die 100 Personen infiziert von einer Bevölkerung von rund 2.500 Menschen. Letzte Woche verstarb dort eine Frau. Vor ein paar Tagen haben wir ein Flugzeug von Santarém aus via Óbidos dorthin mit Lebensmittel, Geräten und Material geschickt.

Bei uns in Óbidos sind fast 200 Personen unter Beobachtung, 160 infizierte bestätigte Patienten und vier Tote. Im Hospital Santa Casa da Misericórdia in Óbidos sind alle 15 Betten für Covid-19-Infizierte belegt. Wir können davon ausgehen, dass die Dunkelziffer sehr viel höher liegt, da sich viele Menschen nicht als corona-infiziert "outen" wollen.

In Alenquer, Oriximiná und Juruti ist die Lage noch viel schlimmer. In Juruti (60.000 Einwohner) sind hunderte Menschen betroffen, und über 60 Personen sind schon verstorben. Letzte Woche waren es sogar innerhalb von 24 Stunden zehn Corona-Tote. Die große Krise geht in dieser Woche noch weiter. Beten wir, damit wir das gut überstehen.

Gott sei Dank konnten wir durch die erhaltene Hilfe die Hospitäler besser aufstellen und entsprechende Maßnahmen durchführen. Zudem wurden auch verschiedene Aktionen für die Verteilung von Lebensmitteln und Hygienepaketen an die ärmere Bevölkerung durchgeführt. Diese Aktionen gehen in den kommenden Wochen noch in Zusammenarbeit des Bistums (Pfarreien, Soziale Pastoral und Diözesane Caritas) und der Franziskaner des Krankenhausschiffs “Papa Francisco” weiter.

Er stammte aus dem Bistum Würzburg, er war Religionslehrer in Hammelburg, und er war zeitlebens mit seiner fränkischen Heimat verbunden: Der aus Großwenkheim stammende Bischof em. Dr. Anton Schlembach ist am 15. Juni im Alter von 88 Jahren in Speyer verstorben, wo er sein Amt von 1983 bis 2007 ausübte.

Die letzte Sitzung war im Januar; dann kam "Corona": Seit fünf Monaten hatte sich der Pfarrgemeinderat "St. Johannes" Hammelburg nicht mehr getroffen, und jetzt wurde es mal wieder Zeit! Bei der Planung waren die Regeln zum Infektionsschutz noch strenger gewesen. Und da das Pfarrzentrum zzt. renoviert wird, organisierten Vorsitzende Barbara Oschmann und Pastoralreferent Markus Waite mit Unterstützung der IT-Stelle des Bistums Würzburg eine Videokonferenz.

Am 24. Juni war es so weit: Immerhin zehn der 14 Mitglieder nahmen an einem lebendigen Austausch über die vergangenen Monate teil, ließen sich informieren über den Stand in Pfarrzentrum und Pfarrei-eigenem Vinzenz-Koch-Haus, über die Aktualisierung der Internetseiten der Pfarreiengemeinschaft und die Partnerschaft mit Juruti Velho im Partnerbistum Óbidos/Brasilien ( siehe auch ganz unten den kurzen Bericht von Barbara Oschmann).

Unter der Überschrift "Krise als Chance" diskutierte das Gremium über aktuelle Entwicklungen in der Kirche ( siehe auch unten den Impuls von Burkhard Oschmann) und überlegte für die nächsten Monate: Gibt es bald einen Namen für unser Pfarrzentrum? Wie können wir uns bei der evangelischen Kirchengemeinde für das monatelange "Asyl" in ihren Räumen bedanken?

Nach zwei Stunden gelungener Sitzung im ungewohnten Format verabschiedeten sich die Teilnehmer*innen größtenteils zufrieden aus dem virtuellen "Konferenzraum".


Impuls des Stellvertretenden Vorsitzenden Burkard Oschmann am Beginn der Sitzung

Eine lange sitzungsfreie Zeit mit vielen Einschränkungen und Veränderungen liegt hinter uns. Und noch immer sind viele Bereiche und Gewohnheiten ganz anders, als sie vor einigen Monaten noch als „normal“ galten. Corona lässt grüßen.
Vielleicht wäre es gut, wenn wir uns mit Fragen, die durch die Pandemie entstanden sind, auseinandersetzen und auf die Corona-Ausnahmezeit zurückschauen. Vielleicht kann diese Zeit auch eine lehrreiche Zeit werden, wenn wir unsere speziellen Erfahrungen darin reflektieren und auswerten. Wer sein Erleben in dieser Zeit bewusst wahrgenommen und reflektiert (hat), dem kann einiges über sich selbst und sein Lebenskonzept aufgehen.

Worauf sollen wir hören?

So viele Geräusche - welches ist wichtig?
So viele Beweise - welcher ist richtig?
So viele Reden - ein Wort ist wahr.

Lothar Zenetti

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Aktuelles zu unserer Partnerschaft mit Juruti Velho/Brasilien von Vorsitzender Barbara Oschmann

Die Lage in Brasilien ist sehr ernst, so geht es auch aus einem Brief von Sr. Joanita Sell hervor. In Óbidos (Bistumshauptstadt) gibt es eine Lebensmitteltüten-Aktion der Kirche, damit die Armen, die am meisten betroffen sind, etwas zum Leben haben. Sie können nicht in "Homeoffice" arbeiten, da ihre Arbeit als Tagelöhner dafür nicht geeignet ist und sie technisch nicht ausgerüstet sind.

Spenden zugunsten der Aktion "Lebensmitteltüten" im Bistum Óbidos/Brasilien:
Kontoinhaberin: Diözese Würzburg
IBAN DE67 7509 0300 0003 0000 01
LIGA Bank eG, BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: 20605 Óbidos + Lebensmitteltüten + [eigene Adresse]

Die beiden für ein Jahr in Würzburg tätigen Freiwilligen aus Juruti Velho, Ivana und Laerson, konnten durch Corona nicht an den für sie vorgesehenen Stellen (Kindergarten, Café Dom@in) arbeiten und haben nur dem Hausmeister des "Kilianeums" ein wenig geholfen. Am Pfingstwochenende - als man sich wieder mit Leuten aus einem weiteren Hausstand treffen durfte - haben Barbara und Paul Oschmann die beiden jungen Leute zu sich geholt, damit sie wieder einmal aus dem Kilianeum hinauskommen, Kontakt mit anderen Menschen haben und etwas anderes sehen.

Eine Hammelburgerin hat zu ihrem 75. Geburtstag ihre Gäste zu Spenden für Brasilien aufgerufen. Obwohl sie wegen Corona nicht feiern konnte, kamen 450 Euro zusammen.

Geplant war für Sonntag, 21. Juni, in "St. Johannes der Täufer" Hammelburg die Feier des Patroziniums (eigentlich 24. Juni) mit Festgottesdienst und Pfarrfest. Aus bekannten Gründen war das nicht möglich.

Im Zeichen der "Lockerungen trotz Corona" haben wir in unserer Pfarreiengemeinschaft einige wenige öffentliche Messen zum Fronleichnamsfest gefeiert ...

Am 11. Juni war ein Feiertag der katholischen Gemeinden mit einem merkwürdigen Namen: "Fronleichnam".
Das ist ein sehr alter Name für "Leib des Herrn". Es ist ein guter Brauch, dass in vielen Pfarreien der Gottesdienst im Freien gefeiert wird ...

Regelmäßige Kollekten für den Erhalt unseres Treffpunktes von Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft einmal monatlich am Sonntag, 10:30 und ggf. 18:00 Uhr, Stadtpfarrkirche

In einem gemeinsamen Video-Impuls wünschen die beiden Hammelburger Pfarrer Robert Augustin (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde "St. Michael") und Thomas Eschenbacher (Katholische Pfarreiengemeinschaft "Sieben Sterne im Hammelburger Land") gesegnete Pfingsten. Das tun sie u.a. mit einem gemeinsam gesungenen Heilig-Geist-Lied.

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