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HAB Mut und Zuversicht!

"Fürchte dich nicht,
denn ich bin mit dir."

Bibel, Buch des Propheten Jesaja,
Kapitel 41, Vers 10

 

Was mein Leben "reicher" macht
Vielleicht kennen Sie schon das neue Jahresmotto unserer Pfarreien­gemeinschaft: "HAB Mut und Zuversicht!" 
... Leicht geschrieben oder gesagt. Aber auch tauglich für den Alltag?
Da bräuchte ich dann doch einen Hinweis, woher sie kommen sollen: dieser "Mut" und diese "Zuversicht". Woher ich sie nehmen oder wer mir dazu verhelfen kann …

                               Stadtpfarrkirche Hammelburg, Advent 2020 (Fotos/Collage: Markus Waite)Also:

Was mir Mut macht …
Das sind bei mir v.a. die vielen Menschen weltweit, aber auch in meiner Nähe, die trotz aller Widrigkeiten "ihr Ding machen":
die Kämpfer*innen für die Demokratie in Hongkong oder Belarus.
Und die alte Dame, die sich täglich mit ihrem Rollator auf die Straße traut, um die wenigen Kontakte, die sie hat, nicht einschlafen zu lassen.
Unserer Welt - der großen und v.a. unserer eigenen kleinen Welt - täte ein bisschen mehr von unserem eigenen Mut auch ganz gut!

Was mich zuversichtlich(er) werden lässt ...
Wenn ich mal Zeit habe, lese ich gern eine große Wochenzeitschrift, und besonders freue ich mich auf die Rubrik weit hinten "Was mein Leben reicher macht ...": Das sind nicht die Dinge, "die die Welt bewegen" - aber einen Menschen! So was wie:
ein Zeichen der Wertschätzung, das mir jemand zukommen lässt;
die Freude an einem Musikstück, das ich zufällig höre;
die neu wach gewordene Erinnerung an einen wirklich guten Moment in meinem Leben, ausgelöst z.B. durch ein wiedergefundenes Foto oder auch nur einen Geruch ...
Von den kleinen Erlebnissen, die "das Leben reicher machen" zur "Zuversicht" ist es meist nur ein kleiner Schritt.

Dass Sie im neuen Jahr aufmerksam bleiben für den Reichtum des Lebens
und dass Sie immer mehr Ihren eigenen Mut entdecken, wünscht Ihnen

Ihr Pastoralreferent Markus Waite


ZuMUTung

Unsere Bundeskanzlerin hat das Corona-Virus eine "demokratische Zumutung" genannt, die uns viel abverlangt. In der "ZuMUTung" steckt aber auch der "Mut". So eine Zeit der Herausforderungen lässt sich nur bewältigen mit Kreativität, Zusammenhalt, Zuversicht ... 
Und so ist es kein Zufall, wie das neue Jahresmotto unserer Pfarreiengemeinschaft heißt: HAB Mut und Zuversicht!

Gleichzeitig erinnert die Schreibweise an unser heimatliches Autokennzeichen: Mut und Zuversicht schöpfen wir zuallererst aus der Nähe und Zuneigung der Menschen, die uns ganz nahe sind – sei es körperlich oder über die verschiedenen Kommunikationswege, die wir heute "Gott (und der Technik) sei Dank" nutzen können. Zuversicht gibt es uns, wenn Menschen in unserer Umgebung mutig sind – gerade jetzt.

Fragen Sie sich doch mal:

  • Woraus schöpfe ich so etwas wie Zuversicht?
  • Was könnte ich mit meinem bisschen Mut bewirken?

Markus Waite


Unser neues Jahresthema, das mit dem Kirchenjahr im Advent beginnt, greift die aktuelle Sorge der Menschen auf, die sich fragen, wie es mit der Pandemie weitergeht.

Es wird heute viel diskutiert über die Wirksamkeit von Mund-Nase-Schutz und darüber, ob die Eingriffe in unser alltägliches Leben so sein dürfen, wie sie uns verordnet werden. Leider entstehen dabei auch viele Risse in unseren Familien und Freundschaften. Die einen betonen die persönliche Freiheit des Menschen und wollen sich vom Staat in gar nichts bevormunden lassen, die anderen sehen vor allem die potentielle Gefahr einer Ansteckung und legen besonders viel Wert auf entsprechende Schutzmaßnahmen. Es scheint da kaum einen Weg der goldenen Mitte zwischen persönlicher Freiheit und ausreichenden Schutzmaßnahmen zu geben. So erleben wir einen Riss der Unversöhnlichkeit rund um die unterschiedlichen Meinungen zum Umgang mit der Corona-Krise.

Als christliche Gemeinschaft sind wir aber dazu aufgerufen, uns nicht von unserer Angst leiten zu lassen. Da ist zum einen die Angst vor der Ansteckung eines hochgefährlichen Virus. Auf der anderen Seite ist die Angst um den zu großen Eingriff des Staates in die persönliche Freiheit und die daraus folgende Verschlechterung der persönlichen Lebensqualität. In diesem Spannungsfeld braucht es für uns alle eine große Portion Mut und Zuversicht.

Wir brauchen Mut, um in all den Herausforderungen der Krise unseren ganz persönlichen Weg zu finden ohne dabei die Schutzmaßnahmen außer Acht zu lassen.
Wir brauchen Zuversicht, dass die jetzige Situation nicht ewig so bleibt und wir trotz Einschränkungen immer noch genügend Lebensqualität haben.
Wir alle brauchen Mut und Zuversicht, dass das Leben auch in Corona-Zeiten lebenswert ist und wir uns sogar beweisen können, dass die Solidarität über den Egoismus triumphiert.

Jesus selber macht uns dazu Mut, wenn er uns sagt:
Fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Spatzen! (Bibel, Matthäus-Evangelium, Kapitel 10, Vers31)
Die Wertschätzung, die damit Gott selber uns entgegenbringt, darf die Grundlage für die Wertschätzung sein, die wir einander zeigen. Mut und Zuversicht fallen nicht einfach vom Himmel herunter, sondern können wir einander schenken.

Die Zusage HAB Mut und Zuversicht! beinhaltet ja schon das Autokennzeichen unserer Region und weist uns darauf, dass dieser Mut und diese Zuversicht beim Blick nach vorne schon längst in uns lebendig ist, sie wollen nur entdeckt werden. Im vertrauensvollen Blick auf die Hilfe Gottes können wir nämlich spüren, dass der Glaube uns die Kraft geben kann, nicht in Angst und Furcht zu erstarren, sondern voller Hoffnung auf die Kraft Seiner Hilfe zu vertrauen, um so die Krise der Pandemie gemeinsam zu bewältigen.

Ihr Pfarrer Thomas Eschenbacher

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