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"OutInChurch": 125 haupt- und ehrenamtliche kirchliche Mitarbeiter*innen haben ein bundesweites "Manifest" unterzeichnet, in dem sie sich als nicht-heterosexuell "outen".
30 katholische Verbände solidarisieren sich mit der Kampagne, darunter KDFB, KFD, BDKJ, ZdK, SKF, SKM, BVPR sowie die Reformbewegungen "Maria 2.0" und "Wir sind Kirche". So auch ein deutscher Bischof.
Zustimmung gibt es ebenfalls in unserem Bistum: Die Arbeitsgruppe "Regenbogenpastoral" und der BDKJ-Diözesanvorstand begrüßen die Aktion, und solidarisch erklären sich die Vorsitzenden des Diözesanrates.

Anlass sind Äußerungen von Betroffenen zu ihrer Sexualität beziehungsweise ihrer Geschlechteridentität im Rahmen der bundesweiten Kampagne "OutInChurch".

"Es darf nicht länger hingenommen werden, dass Menschen in kirchlichen Kontexten aus Angst gegenüber Kirchenvertreter*innen ein Schattendasein führen müssen, wenn sie nicht dem von der Kirche normierten Geschlechterbild entsprechen,“ heißt es in einer am 24. Januar veröffentlichten gemeinsamen Erklärung, unterzeichnet u.a. vom Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB), von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD), dem Forum katholischer Theologinnen "Agenda", dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) und Männer (SKM), von der Arbeitsgemeinschaft katholischer Hochschulgemeinden (AKH) und dem Berufsverand der Pastoralreferent*innen (BVPR).

2022 01 24 outInChurchDen Forderungen der Initiative schließen sich die Unterzeichnenden der Solidaritätserklärung an. Es brauche eine "glaubwürdige und angstfreie" Kirche. Diskriminierung und Ausgrenzung auch im kirchlichen Arbeitsrecht müssten "grundsätzlich unterbunden werden". "Diverse" Menschen müssten in der Kirche sichtbar werden. "Wir stellen uns deshalb ausdrücklich gegen Homophobie und fordern eine Kultur der Diversität in der katholischen Kirche." Eine der Forderungen: Das kirchliche Arbeitsrecht müsse dringend geändert werden.

Ein Bischof begrüßte die Initiative, Helmut Dieser (Aachen): "Ich möchte das im Namen der Deutschen Bischofskonferenz begrüßen als ein Zeichen dafür, dass wir daran arbeiten, dass ein solches Klima der Angstfreiheit in unserer Kirche herrschen muss und entstehen muss." Niemand dürfe wegen seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität diskriminiert, abgewertet oder kriminalisiert werden. "Wir haben ein Menschenbild, das uns sagt, dass die Person unbedingt von Gott geliebt ist."

 

Audiobeitrag des Bistums Würzburg:
Interview mit einem der Unterzeichner*innen
und einem Mitglied unserer Bistumsleitung >

Stellungnahme von Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran
zum Umgang des Bistums mit homosexuellen Mitarbeiter*innen des Bistums >

"Alle Beschäftigten sollen Kirche ohne Angst erleben."
Später stellt er klar, dass im Bistum Würzburg kein*e Mitarbeiter*in in dieser Situation arbeitsrechtlich negative Konsequenzen zu befüchten habe. Seine Äußerung - mit dem Bischof abgestimmt - sei eine verbindliche und verlässliche "Selbstverpflichtung"!

Erklärung der vom Bischof eingesetzten Arbeitsgruppe "Regenbogenpastoral"
des Bistums Würzburg zur Aktion "OutInChurch" >

Diese AG hat die Aufgabe, "den Bedarf an Seelsorge für LGBTIQ+-Personen zu beantworten".

Pressemitteilung der Vorsitzenden des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Würzburg >

Pressemitteilung des Diözesanverbands Würzburg des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) >
"Wir stehen für eine Generation, die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung einer Person nicht mehr mittragen kann und will."

 

Bischof dämpft Erwartung zum kirchlichen Arbeitsrecht für "Queere"

Nach dem "Coming-Out" von 125 Kirchenmitarbeiter*innen steht das kirchliche Arbeitsrecht im Fokus der Debatten. Bischof Dr. Franz Jung, Würzburg, erwartet aber keine rasche Reform in Bezug auf "queere" Mitarbeitende, sondern "unendlich komplizierte Diskussionen".

Wieso er sich manchmal für den Katechismus schäme, der queere Menschen ausgrenze: "diese diskriminierende Sprache" und noch "viel peinlicher" sei "diese Sprachlosigkeit  Queer ist ein Oberbegriff für Menschen, deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität nicht heterosexuellen Vorstellungen entspricht.

In einem Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Bischof Jung, die Kirche müsse lernen, queere Menschen nicht auszuschließen oder zu stigmatisieren. Es gelte, ihre Lebensrealität anzuerkennen. Er sprach sich dafür aus, das kirchliche Arbeitsrecht zu ändern: Die Lebensführung von Beschäftigten katholischer Einrichtungen dürfe nicht länger ein Kündigungsgrund sein. In unserem Bistum müssten homosexuelle Mitarbeiter*innen schon jetzt nicht mehr mit Konsequenzen rechnen.

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