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Zwar feiern wir unsere Gottesdienste zzt. alle öffentlich, aber auch für die, die nicht in die Kirche gehen möchten, haben wir Vorschläge und Angebote, z.B. können Sie an ihnen über das Internet teilnehmen.

Und es gibt weitere Alternativen, die wir Ihnen für unser kirchliches Leben und die Gemeinschaft vorschlagen, wie wir sonst bei den Gottesdiensten in unserer Kirchen erleben ...

  • Sie beten zu Hause - allein oder in der Gemeinschaft Ihrer Partnerschaft bzw. Familie.
  • Sie besuchen unsere Kirchen für ein persönliches Gebet.
  • Sie feiern Gottesdienste live oder zeitlich versetzt mit,
    die wir aus der Stadtpfarrkirche Hammelburg im Internet ausstrahlen.
  • Sie schauen und hören sich online Impulse als kleines Video an,
    die Ihnen unsere Seelsorger und andere Personen anbieten.
  • Sie feiern Gottesdienste in Internet, Fernsehen oder Radio mit,
    die das Bistum Würzburg und andere zur Verfügung stellen.

 

Und so geht's:

HAB Saalebrck Madonna EschenbacherThMadonna an der Hammelburger Saalebrücke (Foto: Thomas Eschenbacher)


Sie beten zu Hause -
allein oder in der Gemeinschaft Ihrer Partnerschaft bzw. Familie:

Wir laden mit dem auch sonst üblichen Glockenläuten ein,
die traditionellen täglichen "Angelus"-Gebetszeiten 
um 06:00, 12:.00 und 18:00 Uhr gemeinsam zu nutzen.
Vorschlag für einen Gebetstext

Weitere Gestaltungshilfen für Ihr privates Gebet stellt das Bistum Würzburg bereit.

Unter dem Motto „vernetzt vertrauen“
bietet die "Netzgemeinde da_zwischen“ täglich Impulse 
sowie jederzeit einen Austausch mit Seelsorger*innen per Messenger auf dem Smartphone an.

 

Sie besuchen unsere Kirchen
für ein persönliches Gebet:

Wir versuchen, alle unsere Kirchen wie üblich tagsüber geöffnet zu halten,
z.B. die Hammelburger Stadtpfarrkirche täglich von ca. 09:30 bis zum Einbruch der Dunkelheit, längstens bis ca. 17:30 Uhr.

In vielen Kirchen stehen Ihnen gegen eine Spende "Opferlichter" zur Verfügung,
die Sie für Ihr Gebet entzünden können.

Beachten Sie bitte:
Betreten Sie Kirchen nicht in Gruppen,
und halten Sie Abstand voneinander!

 

                               Die damals noch leere Stadtpfarrkirche Hammelburg während eines Online-Gottesdienstes (Foto: Markus Waite)Sie feiern Gottesdienste aus der Stadtpfarrkirche Hammelburg  mit,
die wir im Internet ausstrahlen:

Wir laden Sie zur Mitfeier in einer anderen Art von Gebetsgemeinschaft ein -
zu Hause oder unterwegs - am Handy oder Computer - live oder zeitversetzt.
Wir feiern Gottesdienst ...

  • sonntags, 10:30 Uhr
  • dienstags, 19:00 Uhr
  • donnerstags, 10:00 Uhr


Der Pressedienst des Ordinariats Würzburg (POW) ...

... berichtet über unser Angebot.

 

Sie schauen und hören sich online Impulse an,
die Ihnen die Seelsorger und andere Personen unserer Pfarreiengemeinschaft anbieten:

Diese Impulse stehen 
mittwochs ab spätestens 11:00 Uhr
als ein jeweils neues Video zur Verfügung,
das Sie ab dann jederzeit abrufen können.

 

Zu den Internet-Angeboten noch eine Idee: 
Wie wäre es, wenn diejenigen, die sich gut mit Handy oder Laptop und Internet auskennen,
anderen helfen, unsere Angebote zu nutzen?



Sie nutzen andere religiöse Fernseh- oder Online-Angebote:

  • Fernsehen:
    Jeden Sonntag überträgt das ZDF um 09:30 Uhr im Wechsel katholische und evangelische Gottesdienste live.
  • Fernsehen: 
    Die ARD überträgt punktuell Gottesdienste: Geplante Übertragungen
  • Internet:

  • Internet:
    Links zu weiteren Gottesdienst-Übertragungen,
    erstellt vom Bistum Würzburg
    erstellt von katholisch.de (Livestream-Gottesdienste und Veranstaltungen der Kirche in Deutschland)
    erstellt von bibel.tv
    Tagessegen und Abendgebet

 

Wir hoffen, es ist etwas dabei, das Ihnen hilft,
Ihr Glaubensleben nicht "brach liegen" zu lassen!

Ein paar Gedanken von Pierre Stutz zur gegenwärtigen Situation

Pierre Stutz (*1953) ist ein Schweizer katholischer Theologe und Autor.

Durchgewirbelt werden wir in diesen Wochen durch die Corona-Krise, die uns zutiefst verunsichert. Mit dem Anbrechen des Frühlings erfahren wir nicht nur, wie überall neues Leben hervor sprießt, sondern eben auch, wie begrenzt und endlich unser Leben ist. "Entschleunigung, Langsamkeit, Lange-Weile, einen gesunden Lebens- und Arbeitsrhythmus einüben" ...: Jetzt werden uns diese unterbelichteten Werte verordnet und wenn wir sie "nur absitzen", verpassen wir einmal mehr die Chance, einen wirklichen Bewusstseinswandel in uns zu stärken. Es geht um die zentrale spirituelle Lebensgrundhaltung, dass alles miteinander verwoben ist. Wir sind nie Einzelne*r, sondern immer Teil eines Ganzes. Deshalb vergesse ich trotz der großen Not in der Nähe all die Millionen Flüchtlinge nicht, die weiterhin durch unser Teilen und unsere Proteste auf uns zählen ...

Auch ich ermutige uns alle, zu Hause zu bleiben, was uns spüren lässt, wie sehr uns gerade jetzt Berührungen und Begegnungen fehlen, und zugleich eine Einladung ist, auch bei uns selbst zu Hause zu sein. Achtsam ganz bewusst regelmässig am Tag still zu werden, ... ist auch ein wichtiger gesellschaftspolitischer Beitrag, um der Angst nicht die Regie zu überlassen. Auch im achtsamen Dasein liegt jetzt unsere Segenskraft, die wir miteinander als beherzt-solidarische Menschen entfalten können. Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen, herausgefordert unserem Leben auf den Grund zu gehen: "Was ist wirklich wesentlich? Wofür brennt mein inneres Feuer? Was möchte ich nachhaltig ändern - mir, den anderen, der Klima-Gerechtigkeit zuliebe?"

So wichtig in diesen Tagen die Information ist, weil sich jeden Tag so vieles ändert, so sehr ermutige ich uns, uns zu schützen vor einem irrealen Hochrechnen von Sorgen, vor nur negativen Meldungen, die unsere Ängste nähren - und uns zu viel Energie kosten, die wir für unsere kreative Trotzdem-Hoffnung brauchen. Dies ist nicht einfach, jedoch möglich. Mein Mitgefühl lässt mich manchmal nachts aufschrecken und dann erwache ich morgens mit einer Schwere. Bleischwer wird mein Aufstehen, wenn ich meine Ängste bekämpfe, statt auch im Ungewissen zu vertrauen ... Bei mir selbst zu Hause sein, heißt für mich in diesen verunsichernden Zeiten, auch gut mit mir selbst befreundet zu sein, indem ich meine Ängste ernstnehme und ihnen zugleich Grenzen setze, weil sie nur ein Teil von mir sind und ich nicht bereit bin, ihnen "alle Zimmer in meiner inneren Wohnung" zu überlassen.

Konkret heißt das für mich, regelmäßig einen Moment innezuhalten, tief ein- und auszuatmen - beide Füße fest auf dem Boden - und den heilend-göttlichen Atem fließen zu lassen, um ...

  • wahrzunehmen, was ist, ohne es zu bewerten ...
  • mich zu erinnern, dass ich "immer noch viel mehr" bin ...
  • ein Segen zu sein mit meiner Angst und meiner Zuversicht ...

Das ist meine Hoffnung: dass wir einander herzlichst verbunden bleiben und segnend das Rückgrat stärken können, jeden Tag neu ...

Pierre Stutz

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